TV Oyten - Newsartikel drucken


Autor: Axel Sammrey
Datum: 03.01.2019


Verden Nachrichten von Florian Cordes. Kräftemessen in der Tennishalle. In Ottersberg steht am Freitagabend mit dem Hallensupercup der erste Höhepunkt des neuen Jahres an. Als Titelverteidiger geht der TB Uphusen an den Start.

Ottersberg. Traditionen wollen gepflegt werden – auch in der Fußballwelt des Landkreises Verden: Seit vielen Jahren ist der Hallensupercup der erste große Wettbewerb. Das ist 2019 nicht anders. Am Freitagabend rollt ab 17 Uhr der Ball in der Ottersberger Tennishalle. Als Titelverteidiger geht der Oberligist TB Uphusen ins Rennen.

Der Klub aus dem Achimer Westen zählt – eben weil er der klassenhöchste Verein ist – auch in diesem Jahr zum Favoritenkreis. Die Uphuser bekommen es in der Gruppe A mit gleich vier Mannschaften aus der Bezirksliga zu tun. Und gleich zum Auftakt steht das vermeintliche Topspiel an. Denn die Eröffnungspartie bestreiten die Uphuser gegen den Bezirksliga-Tabellenführer TSV Etelsen. Die Schlossparkkicker dürfen sich sicherlich ebenfalls Chancen auf das Erreichen des Halbfinals ausrechnen. Schließlich haben sie vor der Winterpause immer wieder ihre Spielstärke unter Beweis gestellt. Am Freitag wird sich in Ottersberg zeigen, ob das Team von TSV-Coach Gerd Buttgereit diese auch auf dem Hallenboden zeigen kann. Bereits im vergangenen Jahr hat der Oberligist aus Uphusen das Turnier gegen die Schlossparkkicker eröffnet. Damals gewann der TBU mit 2:0. „Die Titelverteidigung ist keine Pflicht, wäre aber eine schöne Sache“, meint Uphusen Sportlicher Leiter Florian Warmer. „Wir nehmen parallel noch an einem Turnier in Bremerhaven teil, werden aber auch in Ottersberg mit einer schlagkräftigen Truppe antreten.“

Neben Etelsen und Uphusen gehören der Staffel A der 1. FC Rot-Weiß Achim, der MTV Riede und der FSV Langwedel-Völkersen an. Bei letzterem Team wird ein Mann dabei sein, der den Hallensupercup in diesem Jahr aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernt: Emrah Tavan. „In den letzten Jahren war ich immer als Spieler dabei. Und nun zum ersten Mal als Trainer“, sagt Tavan, der seit Sommer 2018 Coach beim FSV Langwedel-Völkersen ist. Obwohl er das Turnier sehr gut kennt, erlebt er also doch noch einmal eine Premiere. Große sportliche Ziele will er sich mit seinem Team allerdings nicht vornehmen. „Das Wichtigste ist, dass sich bei keiner Mannschaft ein Spieler verletzt“, sagt Tavan. „Wir freuen uns aber auf das Turnier, weil es immer sehr schön ist.“ Zwar wolle er mit seinem Team versuchen, möglichst lange dabei zu sein, das Abschneiden stehe für ihn dennoch eher im Hintergrund. „Wenn wir am Ende weit kommen, beschwert sich bei uns aber auch niemand“, sagt er.

Das Gefühl, beim Hallensupercup weit zu kommen, kennt Axel Sammrey ziemlich gut. Der erfahrene Trainer des TV Oyten hat schon etliche Male bei dem ersten sportlichen Höhepunkt des Jahres an der Bande gestanden. Wie oft er schon dabei war, könne er jedoch nicht sagen: „Gefühlt war das 25-mal.“ Genauso sieht es bei den Turniersiegen aus, die er beim Supercup bislang gesammelt hat. „Darüber habe ich bisher kein Buch geführt“, sagt Sammrey lachend. Zum bisher letzten Mal gewann Sammrey das Turnier im Jahr 2015, damals noch als Coach des TSV Ottersberg.

Für den Coach sei das Turnier eine Art „Zwischending“. Denn schließlich befindet sich seine Mannschaft mitten in der Winterpause. Nach dem Supercup legt der TVO wieder eine zweiwöchige Pause ein, bevor es ins Training geht. Zur Vorbereitung auf das traditionsreiche Turnier bittet er seine Spieler zu zwei Einheiten unter dem Hallendach. „Die Jungs wollen alle spielen. Nach den beiden Einheiten werden wir sehen, wer im Kader steht“, sagt Sammrey, der das Turnier ernst nehmen will: „Ich fahre sicherlich nicht nach Ottersberg, um die Zeit totzuschlagen. Wir werden unser Bestes geben. Die K.o-Runde möchte ich schon erreichen.“ In der Gruppe B trifft der TV Oyten zunächst auf den Landesligisten FC Verden 04. Weitere Gegner sind der SV Vorwärts Hülsen, TSV Bassen und Gastgeber TSV Ottersberg.

Das letzte Vorrundenspiel wird um 21.40 Uhr angepfiffen. Anschließend stehen die beiden Halbfinals an. Der Anpfiff des Endspiels soll um 22.52 Uhr ertönen.